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CBD extrahieren  



Die Inhaltsstoffe aus der Pflanze lösen  

Decarboxylierung und Extraktion – Achtung, jetzt wird es chemisch. Doch was kompliziert klingt und sich kaum aussprechen lässt, ist ein Vorgang, der CBD für viele Anwendungen nutzbar macht. Erst durch die Extraktion entsteht das Cannabidiol, das in dem allseits bekannten CBD-Öl oder unserem CBD Boost steckt. Hier erfahren Sie, warum es so wichtig ist, CBD zu extrahieren, und wie das gelingt. Außerdem werfen wir einen Blick auf verschiedene Extraktionsmethoden, die wesentlich über die Qualität der Endprodukte entscheiden.  

Die Bedeutung der Extraktion

Die Extraktion von CBD stellt einen der Schritte, wahrscheinlich sogar der wichtigste, bei seiner Herstellung dar.

Warum CBD extrahieren?

Reines Cannabidiol kommt in Hanf eigentlich nur in geringen Mengen vor. Vielmehr liegt es in der Pflanze als Säure vor, einer Vorstufe von CBD: CBDA (CBD-Carbonsäure), um genau zu sein. Das betrifft auch das psychoaktive THC, das in Hanf in Form von THCA steckt. Die THC-Vorstufe löst allerdings noch keine berauschende Wirkung aus. Und weil zum CBD-Herstellen nur Nutzhanf mit geringem THC-Gehalt verwendet wird, wirkt nach der Extraktion auch CBD-Öl, das höchstens den gesetzlich erlaubten THC-Anteil von 0,2 Prozent enthält, nicht psychoaktiv.

Beim Extrahieren wird CBD in konzentrierter Form aus den Pflanzenteilen gewonnen und gewissermaßen aktiviert, also in den aktiven Stoff umgewandelt. Dadurch erklärt sich auch, dass der Verzehr der puren Pflanze keinen der vermuteten Effekte von CBD herbeiführen würde.

CBDA gehört wie CBD zu den Cannabinoiden, die an unser Endocannabinoid-System andocken können. Wirkungslos ist auch dieser Stoff nicht, aber wahrscheinlich nicht so intensiv wie CBD. Allerdings fehlt es dazu noch an ganz viel Wissen. Zwar steckt auch die Erforschung von Cannabidiol in den Kinderschuhen – für CBDA gilt das aber umso mehr. Hierzu existieren noch weniger Studien.

Gut zu wissen: CBDA wird während der Herstellung in CBD umgewandelt. Doch auch in fertigem CBD-Öl und anderen Produkten, die als Vollspektrum angeboten werden, findet sich noch ein geringer Anteil dieses Stoffes, der mit am Entourage-Effekt beteiligt ist.

Was passiert bei der CBD-Extraktion?

Bei der Extraktion werden die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem getrockneten Pflanzenmaterial gelöst und das CBD wird aktiviert. Zum Extrahieren gibt es verschiedene Methoden, die unterschiedlich ablaufen. Gemeinsam ist ihnen allen, dass Cannabidiol am Ende in hochkonzentrierter Form vorliegt.

Den Prozess der Aktivierung von CBD nennt man Decarboxylierung – eine chemische Reaktion, durch die ein Kohlenstoffdioxid-Molekül abgespalten wird. Bei diesem Vorgang bleibt dann ein Molekül übrig – das CBD. Auf diese Weise lässt sich das volle Potenzial, das die Hanfpflanze bereitstellt, nutzen.

Im Prinzip wird der Hanf erhitzt, um den natürlichen Prozess, der ohnehin abläuft, zu beschleunigen. Das ist auch der Grund, warum Hanf in seiner langen Verwendungsgeschichte meist geraucht wurde. Durch die Verbrennung beim Rauchen gelingt die Umwandlung von ganz allein. Für die orale und sublinguale Einnahme von CBD ist aber die Decarboxylierung notwendig.

Die wichtigsten CBD-Extraktionsmethoden

Um CBD zu extrahieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Darunter fallen die CBD-Extraktion per Hand und die mit Olivenöl, die sich allerdings weniger für die Gewinnung im großen Stil eignen. Im Folgenden stellen wir die zwei gängigsten Methoden für den industriellen Einsatz vor.

CBD-Extraktion mit Lösungsmitteln

Mit Lösungsmitteln lässt sich CBD recht einfach aus der Hanfpflanze extrahieren. Als Lösungsmittel dienen leicht entzündliche Flüssigkeiten wie Butan, Ethanol und weitere Alkohole. Deswegen geht mit dieser Methode immer ein gewisses Risiko einher. Im Rahmen der industriellen Herstellung findet die Extraktion von CBD mit Alkohol in geschlossenen Regelkreisen statt.

Das Pflanzenmaterial wird dafür in Alkohol eingelegt, wodurch die Cannabinoide und die weiteren Inhaltsstoffe aus dem Hanf extrahiert werden und nun im Lösungsmittel vorliegen. In einem weiteren Schritt wird das grobe Pflanzenmaterial aus der Mischung gefiltert.

Der oft bei der Lösungsmittelextraktion verwendete Alkohol löst jedoch auch Chlorophyll – das ist der grüne Pflanzenfarbstoff – aus dem Cannabis, was in einem weiteren Schritt per Filterung wieder aus dem Konzentrat gezogen werden muss. Gelingt das nicht vollständig, bekommen die CBD-Produkte einen unangenehmen Geschmack. Auch die Lösungsmittel selbst sind nicht ganz ungefährlich, so kann Butan beispielsweise die Lunge reizen.


Beim anschließenden Erhitzen soll die Flüssigkeit in der Mischung nun komplett verdampfen, also das Lösungsmittel, sodass ausschließlich das Cannabidiol übrig bleibt. Wichtig ist hier ein vollständiges Verdampfen, damit die CBD-Produkte wirklich lösungsmittelfrei sind.


CO2-Extraktion

Deutlich aufwendiger gestaltet sich die CO2-Extraktion von CBD. Dafür handelt es sich um eine besonders schonende Methode, weil sie mit niedrigeren Temperaturen arbeitet, sodass wärmeempfindliche Enzyme, Vitamine und weitere Inhaltsstoffe nicht verlorengehen.

Hierbei kommt Kohlendioxid zum Einsatz – allerdings nicht in gasförmiger Form. Es befindet sich stattdessen in einem sogenannten überkritischen Zustand: zwischen gasförmig und flüssig, wofür es besondere Umgebungsverhältnisse benötigt. In diesem Zustand kann Kohlendioxid CBD und weitere Cannabis-Bestandteile – wie bei der Lösungsmittel-Methode – aus der Pflanze ziehen.

Kohlendioxid hat den Vorteil, dass es sich um einen natürlichen Stoff handelt, der sich sowohl in der Natur als auch in unserem Körper findet. Zudem wird das Kohlendioxid mehrfach verwendet und für mehrere Durchgänge genutzt. Dadurch kommt dieses Verfahren auch unserer Umwelt zugute, in der mit Hanf der Rohstoff der CBD-Produkte wächst.

Im Gegensatz zu Lösungsmitteln gilt die Kohlendioxid-Extraktion als sicher, auch für die menschliche Gesundheit. Die Methode wird vielfach in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie eingesetzt. Für die CO2-Extraktion sind jedoch große und teure Anlagen sowie umfangreiches Expertenwissen erforderlich, wodurch das Verfahren sehr kostspielig wird.

So läuft die Methode ab:

  • Im ersten Schritt wird das Pflanzenmaterial zerkleinert, sodass die Oberfläche vergrößert wird, an der das CO2 später ansetzt.
  • Währenddessen wird das CO2 in einer separaten Kammer durch bestimmte Druck- und Temperaturverhältnisse in den überkritischen Zustand gebracht.
  • Anschließend wird das CO2 in den Extraktionsbehälter gelassen, wo es in das Pflanzenmaterial gelangt und das CBD und die weiteren Cannabis-Bestandteile an sich bindet.
  • Anschließend werden Druck und Temperatur so verändert, dass sich CO2 und das CBD-Konzentrat voneinander trennen.

Extraktionsmethoden im Überblick

Zum Schluss wollen wir die beiden wichtigsten Verfahren zur CBD-Extraktion einander gegenüberstellen und die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen.

 

 

Extraktion mit Alkohol

CO2-Extraktion

 Vorteile

  • guter Ertrag
  • recht kostengünstig
  • einfach in der Herstellung

 

  • schonend
  • hohe CBD-Konzentration
  • sicher und ungiftig im Vergleich zu anderen Methoden
  • frei von Rückständen und Verunreinigungen

 Nachteile 

  • Gefahr von Lösungsmittelrückständen in den Produkten
  • risikoreich wegen der explosiven Eigenschaften der Lösungsmittel
  • recht preisintensiv, da aufwendige Gerätschaften notwendig
  • Sachkenntnis erforderlich

Jede Methode, um die Cannabinoide aus dem Cannabis zu lösen, hat ihre Vor- und Nachteile. Wir von PP Health haben uns für die teuerste entschieden. Unser CBD-Öl extrahieren wir mit der überkritischen Kohlendioxid-Technologie. Dadurch sind unsere CBD-Tropfen besonders reich an wertvollen natürlichen Terpenen, Flavonoiden und Phenolen. Neben CBD bleiben auch andere Cannabinoide erhalten und bewirken gemeinsam den Entourage-Effekt